Fragen und Antworten

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Was ist DiPA?

DiPA (Digitale Projekte-App) ist eine lernende Software zur Durchführung von (IT-)Vorhaben und Projekten. DiPA leitet die Projektbeteiligten mithilfe künstlicher Intelligenz durch alle Phasen des Projektalltags.

Was ist das Besondere an DiPA?

DiPA ist digital, intuitiv und sofort einsatzbereit. DiPA weiß, was zu tun ist, stellt die richtigen Fragen und bringt die richtigen Projektbeteiligten zur Klärung offener Punkte zusammen. Mithilfe künstlicher Intelligenz wertet DiPA die Entscheidungen und Erfahrungen paralleler und vorangegangener Projekte aus und unterbreitet geeignete Vorschläge. Auf diese Weise lernen nicht nur unerfahrene Projektleiter direkt aus der Praxis.

Nach der Einführung von DiPA können Projekte ohne lange Vorlaufzeiten oder vorherige Fortbildungen der Mitarbeiter gestartet werden. DiPA stellt die benötigte Infrastruktur bereit und übernimmt auf Wunsch typische Managementaufgaben wie die Einrichtung eines Projekt-Repositorys. Zudem ist DiPA vielfältig konfigurierbar und kann an nahezu beliebige Organisationen und Abläufe angepasst werden.

DiPA bietet Übersichten über alle oder bestimmte Projekte mit ihren Zuständen und Verknüpfungen untereinander und ermöglicht die Gruppierung von Projekten zu Vorhaben und Programmen. Geplante Meilensteine, Aufwände, Kosten und Risiken können im Zusammenhang betrachtet werden. Dadurch werden Flaschenhälse sichtbar und manuelle Projektstatusberichte überflüssig. Von jeder Übersicht aus können Detailsichten aufgerufen werden ("drill-down").

Für welche Arten von Projekten ist DiPA besonders gut geeignet?

DiPA lässt sich prinzipiell für alle Arten von Auftraggeber- und Auftragnehmer-Projekten konfigurieren. DiPA unterstützt das Zusammenwirken verschiedener Organisationen und berücksichtigt neben IT-Entwicklungsprojekten beispielsweise auch Projekte zur Schaffung rechtlicher, organisatorischer oder betrieblicher Voraussetzungen einer IT-Lösung.

Die erste Version von DiPA unterstützt primär Behörden als Auftraggeber von IT-Vorhaben der öffentlichen Verwaltung, die sich in der Regel aus verschiedenen Projekten zusammensetzen. Der Schwerpunkt liegt auf agilem Vorgehen in den Projekten und aggregierten Sichten für die Steuerung der Vorhaben.

Welche Prozessmodell-Elemente werden in DiPA verwendet?

DiPA vereint die Vorteile klassischer und agiler Methoden und nutzt auch Modell-Elemente aus beiden Welten. Prinzipiell verfolgen Projektbeteiligte verschiedene Aufgaben, um zu bestimmten Zeitpunkten erwünschte Ziele zu erreichen. Modell-Elemente können einander zugeordnet oder gruppiert werden. Die Ausprägung dieser Modell-Elemente, Zuordnungen und Gruppen ist frei konfigurierbar. Die am besten funktionierenden Ausprägungen werden durch künstliche Intelligenz erkannt und neuen Projekten vorgeschlagen.

Kurzum: DiPA basiert auf wenigen generischen Modell-Elementen und viel Konfiguration und bietet Vor-Konfigurationen für typische Projekte.

Projekte können auch ihre Stammdaten und Regelungen mit DiPA verwalten. Dadurch stehen diese den Beteiligten immer in aktueller Version zur Verfügung.

Weitere Details finden Sie im Abschnitt "Daten".

Kann ich DiPA an meine Organisation anpassen?

DiPA lässt sich einfach an die Gegebenheiten einer Organisation anpassen. Neben der Definition weiterer Arten von Projekten oder zusätzlicher Modell-Elemente können auch organisationsspezifische Werkzeuge an DiPA angebunden werden.

Organisation

Wer steckt hinter DiPA?

Das Konzept für DiPA wurde durch Vertreter der 4Soft GmbH, des ITZBund und der TU Clausthal entwickelt. Alle Organisationen sind Mitglieder des WEIT e.V., der die Entwicklung bisher finanziert.

Wie wird DiPA finanziert?

Für die Entwicklung von DiPA werden Projektsponsoren benötigt. Die erste Version soll vorrangig mit finanzieller Unterstützung von Behörden realisiert werden.

Darüber hinaus wird die Beantragung von Fördermitteln geprüft.

Wann ist DiPA verfügbar?

Abhängig von der Bereitstellung benötigter Finanzmittel und den Anforderungen der Projektsponsoren wird derzeit für die erste Version eine Entwicklungszeit von etwa 1,5 Jahren prognostiziert.

Sind weitere Ausbaustufen von DiPA geplant?

DiPA soll permanent weiterentwickelt und über die Vereinsbeiträge und ggf. Fördermittel finanziert werden.

Kann ich mich an der Entwicklung von DiPA beteiligen?

Neben einer finanziellen Beteiligung als Projektsponsor ist auch eine inhaltliche Mitarbeit interessierter Organisationen möglich. Organisationen können dem Verein beitreten und an der Weiterentwicklung mitwirken.

Muss ich für die Nutzung von DiPA bezahlen?

Die Nutzung von DiPA ist kostenfrei. Je nach Basis-Technologie (siehe "Technik - Auf welcher Technologie basiert DiPA?") können dafür Kosten entstehen.

Die Spezifikation von DiPA wird veröffentlicht und ist frei verwendbar. Der Quellcode von DiPA wird unter eine Open-Source-Lizenz gestellt und veröffentlicht.

Technik

Auf welcher Technologie basiert DiPA?

Eine konkrete Technologie ist noch nicht festgelegt. Grundsätzlich werden die von DiPA verwalteten Daten im Browser oder per App angezeigt/bearbeitet und zentral gespeichert. Der zentrale Datenspeicher wird von der künstlichen Intelligenz ausgewertet. Ergebnisse münden in Vorschläge, die wiederum angezeigt und übernommen, modifiziert oder abgelehnt werden können.

Eine erste Marktsichtung ergab, dass derzeit kein Produkt alle vorgenannten Aspekte abdeckt. Allerdings decken beispielsweise die Produkte Jira, Gitlab und Redmine jeweils Teile davon ab. Deren Verwendung als Plattform für DiPA ist denkbar und noch näher zu untersuchen. Dies gilt analog für mögliche Plattformen künstlicher Intelligenz, auf der die notwendigen Algorithmen und Fähigkeiten erstellt werden können.

Wer betreibt DiPA?

DiPA könnte zunächst als vom ITZBund betriebener Dienst realisiert und von den Bundesbehörden genutzt werden. Grundsätzlich soll DiPA von beliebigen Interessierten in eigener Verantwortung ("On-Premise") betrieben werden können. Ob DiPA als von beliebigen Interessierten nutzbarer "Cloud-Service" angeboten wird, ist derzeit nicht absehbar und hängt von der Finanzierung und den Interessen der künftigen Projektsponsoren ab.

Woher kommt die "Künstliche Intelligenz" von DiPA?

Die Algorithmen zur Auswertung von Projektdaten in DiPA und deren Aufbereitung als sinnvolle Vorschläge für laufende und neue Projekte sollen von der Technischen Universität Clausthal entwickelt werden. Für die Anwendung künstlicher Intelligenz ist eine möglichst umfangreiche Datenbasis erforderlich. Der geplante Betrieb beim ITZBund und die Nutzung durch möglichst viele Behörden sollen dafür die Voraussetzung schaffen. Ein anonymisierter Austausch der ermittelten Vorschläge zwischen den DiPA-Instanzen wäre vorstellbar.

Kann ich eine eigene Instanz von DiPA in meiner Organisation betreiben?

Ja, siehe "Wer betreibt DiPA?". Neben der im ITZBund betriebenen Version soll DiPA auch als "On-Premise"-Option für den Einsatz innerhalb einer Organisation bereitgestellt werden.

Kann ich DiPA mobil mit dem Smartphone/Tablet nutzen?

Ja. DiPA bietet eine gleichnamige App, über die alle auf Mobilgeräten sinnvollen Funktionen genutzt werden können.

Daten

Wozu werden die von DiPA gespeicherten Daten verwendet?

DiPA verwendet gespeicherte Daten

   zu Organisation und Betrieb von Projekten,
   zur Erstellung von Übersichten zu Projekten und Programmen,
   zur Analyse der Vorgehensweisen in Projekten durch künstliche Intelligenz und Ableitung von Erfahrungswissen    und Verbesserungsvorschlägen,
   für Hinweise auf anstehende Aufgaben, Termine etc. an die Beteiligten,
   zur Herstellung des Kontakts zwischen Beteiligten, auf Anfrage auch über Projektgrenzen hinweg (bspw. zum    Erfahrungsaustausch).

Personenbezogene Daten werden von DiPA vertraulich behandelt, siehe nachfolgend "Wer kann meine Programm- und Projektdaten sehen?".

Wer kann meine Programm- und Projektdaten sehen?

Projektdaten können von den dem Projekt zugeordneten Beteiligten eingesehen werden. Daten zu einem Programm können von Beteiligten eingesehen werden, die dem Programm oder einem Projekt des Programms zugeordnet sind. Daten zur Organisation können von allen Beteiligten der jeweiligen Organisation eingesehen werden.

Der Programm- und der Projektleiter können anderen Programmen, Projekten oder Beteiligten Einsicht in alle oder ausgewählte Projektdaten gewähren. Der Grad der Sichtbarkeit kann im Detail eingestellt (administriert) werden.

Wo werden die Daten von DiPA gespeichert?

Beim jeweiligen Betreiber von DiPA; in der ersten Version beim ITZBund.

Werden meine persönlichen Daten von DiPA vertraulich behandelt?

Ja. Die Daten eines Beteiligten sind per Voreinstellung nur für die anderen Projekt-Beteiligten und für den Verantwortlichen für das Programm bzw. Projekt einsehbar.

Jedes Projekt hat eine generische Kontaktmöglichkeit, über die Interessierte Fragen an das Projekt richten können. Der Projektleiter kann der Kontaktanfrage entsprechen und dadurch dem Interessierten seine Kontaktdaten freigeben.

Werden die Daten von DiPA verschlüsselt übertragen und gespeichert?

DiPA verschlüsselt alle Daten auf dem Weg zu/vom Endgerät (Laptop, Smartphone, etc.). DiPA speichert zu jedem Beteiligten dessen öffentlichen Krypto-Schlüssel. Dadurch können Kommunikationskanäle zwischen Projektbeteiligten Ende-zu-Ende-verschlüsselt werden.

DiPA speichert Daten unverschlüsselt, um deren maschinelle Analyse (künstliche Intelligenz) und die Erstellung von Übersichten zu ermöglichen. Eine verschlüsselte Datenhaltung bspw. für besonders schutzbedürftige Projekte ist nicht vorgesehen. Für solche Projekte können Behörden eine eigene DiPA-Instanz betreiben und entsprechend absichern.